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Hörstörungen


Hörstörungen sind angeboren oder erworben und treten in jedem Lebensalter auf. Das Gehör kann einseitig- oder beidseitig betroffen sein. Der Schweregrad variiert zwischen fast normaler Hörfähigkeit (Schallleitungsstörung, Dämpfung der Schallwellen im äußeren Gehörgang oder Mittelohr), über Schwerhörigkeit (Schallempfindungsstörung, angeborene oder erworbene Schädigung des Innenohrs) bis hin zu vollständigen Ausfall des Hörsinns. Störungen im Hörvermögen sind sehr vielschichtig und beeinflussen in unterschiedlichen Ausmaßen die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung der Patienten.

Maßnahmen
  • Anbahnung von Hörerlebnissen und differenzierte Lautwahrnehmung
  • Hinführung des Kindes zu einer möglichst hohen Gesprächskompetenz
  • Förderansätze zum funktionalen Spracheinsatz mit optimaler Artikulationsfunktion


Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen: Bei einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung handelt es sich um eine Störung in der Weiterleitung von Höreindrücken (akustischen Reizen) und deren Auswertung/Deutung in den Sprachzentren des Gehirns. Das Gehör im eigentlichen Sinne ist dabei intakt (d.h. Es besteht keine Schwerhörigkeit o.ä.). Die auditive Verarbeitung umfasst unter anderem folgende Teilfunktionen:
  • Auditive Selektion: Die Fähigkeit, informationsrelevante Höreindrücke aus Störlärm herauszufiltern
  • Auditive Differenzierung: Die Fähigkeit Höreindrücke zu unterscheiden und zu bestimmen, ob diese gleich sind oder unterschiedlich
  • Auditive Lokalisation: Die Fähigkeit zu hören aus welcher Richtung ein Geräusch kommt (Richtungshören)
  • Auditive Separation: die Fähigkeit, auf jedem Ohr gleichzeitig eintreffende, unterschiedliche Höreindrücke richtig auszuwerten (dichotisches Hören)
Die auditive Wahrnehmung umfasst unter anderem folgende Teilfunktionen:
  • Auditive Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, sich einem Höreindruck zu zuwenden, aktiv zu zuhören.
  • Auditive Analyse: Die Fähigkeit Höreindrücke zu erkennen (z.B. Anfangslaute von Wörtern, Geräusche ihrem Ursprung zu zuordnen,...) und einzelne Elemente herauszuhören (z.B. Lautlokalisation – an welcher Stelle im Wort befindet sich das /f/ in Affe?, Wörter in Silben zerlegen – Wie oft kann man das Wort E-le-fant klatschen?,...)
  • Auditive Synthese: Die Fähigkeit einzelne Laute oder Silben zu einem Wort zusammen zuziehen
  • Auditive Ergänzung: Die Fähigkeit, unvollständige Lautkombinationen zu sinnvollen Wörtern ergänzen (z.B. o-o-il = Krokodil)
  • Auditive Kurzzeitspeicherung und Sequenzierung: Die Fähigkeit, sich eine bestimmte Menge an Geräuschen, Silben, Wörtern etc. kurze Zeit zu merken (Speicherung) und in der dargebotenen Reihenfolge wiederzugeben (Sequenzierung)


Wie äußert sich eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung?
  • Verzögerte Reaktionen in lauter Umgebung
  • Nicht adäquate Reaktionen auf verbale Anweisungen
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter
  • Leichte Ablenkbarkeit durch andere Geräusche (z.B. Radio, Stimmen im Nebenraum,Straßenverkehr,...)
  • Schwierigkeiten beim Auswendig lernen von Reimversen, Liedern, Telefonnummern,...
  • Auffallende Schwierigkeiten bei der Teilnahme an einem Gespräch mit mehreren Gesprächspartnern



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